Ein Rechner, der morgens fünf Minuten zum Hochfahren braucht, kostet übers Jahr gerechnet erhebliche Arbeitszeit — nur steht diese Kosten nirgendwo schwarz auf weiß. Genau das macht die Entscheidung so schwer.
Die versteckten Kosten
Häufen sich Abstürze, kommen Frust und manchmal Datenverlust hinzu. Alte Betriebssysteme erhalten irgendwann keine Sicherheitsupdates mehr — ein direktes, stilles Risiko, das erst auffällt, wenn es zu spät ist.
Der richtige Zeitpunkt
Als Faustregel gilt für Arbeitsplätze ein Austausch nach vier bis fünf Jahren, für Server ähnlich je nach Auslastung. Entscheidend ist nicht das Alter allein, sondern das Verhältnis aus Leistung, Ausfällen und verbleibender Update-Versorgung.
Bei einem Steuerbüro in Nauen liefen noch drei Rechner mit einem Betriebssystem, das seit über einem Jahr keine Sicherheitsupdates mehr bekam — niemand hatte es bemerkt, weil die Geräte „ja liefen". Ein durchdachter Lebenszyklus verteilt solche Austausche geplant, statt mehrere Geräte gleichzeitig ausfallen zu lassen. So wird aus einer unangenehmen Überraschung ein Budgetposten, den man kommen sieht.