Die meisten erfolgreichen Angriffe beginnen nicht mit einem technischen Einbruch, sondern mit einer E-Mail, die jemand geöffnet hat. Die gute Nachricht: Phishing folgt Mustern — wer sie kennt, erkennt sie.

  1. Künstlicher Druck: „Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt."
  2. Unpersönliche Anrede trotz angeblich bekanntem Absender.
  3. Eine Absenderadresse, die bei genauem Hinsehen nicht ganz stimmt.
  4. Ein Link, dessen Ziel per Mouseover woanders hinführt als angezeigt.
  5. Unerwartete Anhänge, oft Office-Dateien mit der Bitte, Makros zu aktivieren.
  6. Ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen, gerne „vom Chef".
  7. Sprachliche Fehler oder ein Ton, der nicht zum vermeintlichen Absender passt.

Eine Mitarbeiterin eines Kunden aus Berlin-Steglitz bekam eine Rechnung „vom Geschäftsführer" mit geänderter Bankverbindung — die Absenderadresse unterschied sich um einen einzigen Buchstaben. Ein kurzer Rückruf beim echten Chef verhinderte den Schaden.

Genau das ist die eine Regel, die alle sieben überlagert: Im Zweifel nicht klicken, sondern über einen bekannten Kanal nachfragen. Ein Anruf kostet eine Minute, ein erfolgreicher Angriff kostet Tage.