Die meisten erfolgreichen Angriffe beginnen nicht mit einem technischen Einbruch, sondern mit einer E-Mail, die jemand geöffnet hat. Die gute Nachricht: Phishing folgt Mustern — wer sie kennt, erkennt sie.
- Künstlicher Druck: „Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt."
- Unpersönliche Anrede trotz angeblich bekanntem Absender.
- Eine Absenderadresse, die bei genauem Hinsehen nicht ganz stimmt.
- Ein Link, dessen Ziel per Mouseover woanders hinführt als angezeigt.
- Unerwartete Anhänge, oft Office-Dateien mit der Bitte, Makros zu aktivieren.
- Ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen, gerne „vom Chef".
- Sprachliche Fehler oder ein Ton, der nicht zum vermeintlichen Absender passt.
Eine Mitarbeiterin eines Kunden aus Berlin-Steglitz bekam eine Rechnung „vom Geschäftsführer" mit geänderter Bankverbindung — die Absenderadresse unterschied sich um einen einzigen Buchstaben. Ein kurzer Rückruf beim echten Chef verhinderte den Schaden.
Genau das ist die eine Regel, die alle sieben überlagert: Im Zweifel nicht klicken, sondern über einen bekannten Kanal nachfragen. Ein Anruf kostet eine Minute, ein erfolgreicher Angriff kostet Tage.