Im Besprechungsraum bricht die Verbindung ab, im Lager kommt gar nichts an — der übliche Reflex ist ein stärkerer Router. Der hilft fast nie, weil WLAN keine Einbahnstraße ist.
Warum mehr Sendeleistung nichts bringt
Ein Access Point kann laut senden, aber wenn das Notebook zu leise antwortet, bricht die Verbindung trotzdem ab. Entscheidend ist gleichmäßige Abdeckung mit sauberer Übergabe zwischen mehreren Access Points — nicht Reichweite.
Messen statt raten
Eine professionelle Ausleuchtung misst die tatsächliche Signalstärke an jedem relevanten Ort, berücksichtigt Wände, Regale, Störquellen und legt daraus Anzahl und Position der Access Points fest. Das Ergebnis ist reproduzierbar, kein Herumprobieren mit Repeatern aus dem Baumarkt.
Bei einem Lagerbetrieb in Falkensee lag das Problem nicht an fehlenden Access Points, sondern an einer Metallregalwand, die das Signal wie eine Spiegelwand reflektiert hat — sichtbar erst in der Messung, nie im Bauchgefühl.
Kanäle und Roaming sind Konfigurationssache, nicht Zufall: Access Points müssen sich Kanäle sinnvoll teilen und Geräte beim Gang durchs Gebäude nahtlos übergeben. Genau das unterscheidet ein geplantes Netz von einem zusammengestöpselten.